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Rosskastanie
Aesculus Hippocastanum

Vertraue und erfreue dich und andere

Der lateinische Gattungsname Aesculus leitet sich von „esca“ Futter ab und der Artname „hippocastanum“ lässt sich vom griechische „hippos“ Pferd und „castanea“ Kastanie ableiten. Matthiolus beschrieb im Jahr 1565 die Anwendung der zerkleinerten Früchte bei müden, erschöpften Pferden: „Sie sollen den kreichenden Rossen sehr behilflich sein“. Das weist auf eine alte Heilanwendung hin, die türkische Pferdeknechte, bei Husten und Dämpfigkeit der Rösser eingesetzt haben. Das Saponin, das in Samen reichlich vorhanden ist, löst den zähen Schleim in den Bronchien erkrankter Tiere. Zur damaligen Zeit diente die Frucht auch als stärkender Futterzusatz für erschöpfte Pferde.

 

Halte inne – sei geduldig

Alles, was du brauchst ist jetzt schon hier

und was du morgen benötigst

ist bereits unterwegs zu dir.

Die Fülle des Seins nährt die Seele.

Alles ist an seinem Platz.

Der Rosskastanienbaum, ein Urbaum Europas, überlebte geduldig die letzte Eiszeit in einem entlegenen Tal im Balkangebiet. Dort stecke sie dann allerdings fest, weil ihre grossen und schweren Samen niemals weit fallen. Erst im 16 Jahrhundert wurde dieser schöne Baum von einem westlichen Reisenden „entdeckt“. Heute spielen wieder viele Kinder, in vielen Gegenden der Welt, mit den glänzen rotbraunen Samen. Doch darauf hat dieser Baum fast zehntausend Jahre lange gewartet. Der Rosskastanienbaum besitzt eine geradezu engelhafte Geduld. Er lehrt dich das Ur-Vertrauen. Zu spüren, was du brauchst, um im inneren Frieden, auf dir richtige Stunde zu warten. Und wohlgemerkt: Hast du das Warten gemeistert, wartest du nicht mehr: Du lebst dann - geniesst das Leben so, wie es ist. Du hast dann nicht nur die Geduld gewonnen, sondern auch den Optimismus und die Zuversicht, dass alles gut werden wird. Oder bereits gut ist und noch besser werden wird. Du weisst dann, dass das Universum ein Füllhorn ist, das uns Fülle schenkt. Du schwingst dich ein und wirst selbst grosszügig und freigebig, wie der Baum, der auf grossem Fuss lebet. Mit grossem Blättern, grossen Knospen und grossen Samen. Halte dich nicht zurück. Sei grossherzig, sei grosszügig. Was sich leert, wird auch wieder gefüllt werden. Vertraue und erfreue dich und die anderen.

Ohne den Segen der Rosskastanie verlierst du schnell die Geduld, du eilst und hetzt und rennst hinter Dingen her, die dir keinen Frieden schenken, weil dein ganzes Timing nicht stimmt. Wenn es ganz  schlimm ist, wirst du richtig pessimistisch, geizig und misstrauisch.

Die Rosskastanie ist als Heilpflanze nicht so sehr für eine Behandlung von akuten Beschwerden geeignet, sondern eher für die Linderung von Beschwerden im Zusammenhang mit überfüllten Gefässen. Sie hilft sehr gut bei Nervenschmerzen im Bereich der inneren Organe, besonders in der Leberregion, die durch Blutandrang verursacht werden. Des Weitern bei Schmerzen im gesamten Körper, die mit prallen Geweben, einem Pulsieren und allgemeinen Unwohlsein einhergehen, sowie bei unangenehmen Empfindungen im Mastdarm, die von brennenden oder anderen Schmerzen begleitet werden. Die Pflanze hat eindeutig auch das Potenzial, bei Zuständen von Erschlaffung und Stagnation im Bereich der Prostata hilfreich zu sein.

Naturseife für Adonis: Aphrodisierende Rosskastanie für die Liebe

Der Rosskastanie eilt der Ruf eines Aphrodisiakums voraus. Ihre Blüten verströmen einen an Samenflüssigkeit erinnernden Duft, der von Frauen als aphrodisierend wahrgenommen wird. Zudem ist die Rosskastanie ein ausgezeichnetes Hautpflegemittel mit einer entzündungshemmenden, beruhigenden und wundheilenden Wirkung. Von diesem als „Pariser Seifenpulver“ altüberlieferten Reinigungsmittel sind zahlreiche Versionen dokumentiert. Allen gemein sind duftende Gewürze und Kräuter, die aus der Seife einen Genuss für die Nase machen.

 

Um dich zu waschen, nimm einen Teelöffel Seifenpulver aus dem Glas heraus, befeuchte es mit Wasser und verteile es wie eine normale Seife auf deinem Körper. Wiederhole es bei Bedarf.

Die Seife verspricht die sexuelle Anziehung zu stimulieren, aphrodisierend zu wirken und hat eine entzündungshemmende Wirkung.

Die Heilkunst der Kelten / Claus Krämer
Uralte Weisheiten der Bäume / Liz Martin & Annie Davidson
Das Baum Engel Orakel / Fred Hageneder & Anne Heng

Heilpflanzen für Männer / James Green

Natürliche Aphrodisiaka / Gabriela Nedoma

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