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Salvia Glutinosa  Klebriger Salbei

Lasse los und werde du selbst.

 

Die Kelchblätter der Pflanze sind mit klebringen Drüsenhaaren besetzt, welche gerne an vorbeistreichenden Tieren und Menschen hängen bleiben. Aufgrund dieser Eigenschaft, wurde der Klebrige Salbei in Ställen aufgehängt und somit als natürlichen Fliegen und Mückenfänger eingesetzt. Naheliegend ist daher die Namensgebung.

 

Salvia stammt vom lateinischen Wort salvare, was retten, erlösen aber auch speichern bedeutet. Seine lateinische Bezeichnung deutet ebenfalls auf seine anhaftenden Eigenschaften hin: Glutinosa bedeutet kleben, verleimen oder zusammenheilen.

 

Im Spätsommer finden wir den Wald- oder Würzsalbei in den Wäldern oft grosse, vieltriebige Bestände des Klebrigen Salbeis. Seine blassgelben Blüten strahlen uns auch aus dunkleren Ecken des Waldes entgegen. Wir finden ihn oft im Schatten und Halbschatten von Laub- und Mischwäldern.

Der Klebrige Salbei ist eine Staude, deren Blätter im Winter absterben. Die grünen Blätter aber treiben im Folgejahr wieder aus der ausgeprägten Pfahlwurzel aus.

Wie man bereits aus dem Namen schliessen, kann ist dieses Pflanze mit anderen Salbearten verwandt. Gemeinsam zählen die zu den Lippenblütlern. Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der vierkantige Stängel, der auch beim Klebrigen Salbei vorhanden ist.

In der Volksheilkunde hat der Kleberige Salbei eine geringere Bedeutung als andere Salbeiarten. Auch wenn die Wirkung dieser Pflanze etwas dezenter ausfällt als jene seiner Artgenossen, kann sie trotzdem für die gleichen Anwendungsgebiete eingesetzt werden. Durch die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung lasst sich das Kraut gut bei Fieber, Verdauungs- oder Menstruationproblemen einsetzen Dazu wird es hauptsächlich als Tee zubereitet.

 

Der Klebrige Salbei schmeckt aromatisch würzig und honigartig. Daher ist das Kraut eine wunderbare Zutat für Teezubereitungen. Auch das Aromatisieren von Spirituosen ist eine Verwendungsmöglichkeit.

Klebriges loslassen, sich der Zukunft zuwenden.

Kleberiger Salbei hilft gegen klebriges Festhalten an Altem. Loslassen schafft Platz für das Neue. Was gehört wirklich zu dir? Was sind nur alte Gewohnheiten? Was ist dein Mass? Wie viel Energie verschwendest du, um einen schönen Schein aufrecht zu halten? Hast du Angst vor dir selber?

Er ist nicht notwendig, dich hinter anderen Menschen und Dingen zu verstecken.

Lasse los und werde du selbst.

Heimisch ist diese Sorte Salbei in ganz Mitteleuropa und bis in den Kaukasusraum und Westasien verbreitet. Ursprünglich war diese Art Salbei im Mittelmeerraum beheimatet und wurde von Mönchen in mitteleuropäische Gefilde gebracht. Klebriger Salbei ist eine Pflanze die bevorzugt an halbschattigen Standorten in durchlässigem, anspruchslosem Boden wächst. Die Pflanze blüht meist von Juli bis Ende September.

In der Volksheilkunde wird bei Fieber sowie Schweissausbrüchen ein Blättersud als Umschlag aufgelegt.

Die jungen Blätter und Triebspitzen bieten sich als feines Gewürzkraut an.

 

Beim Räuchern entfaltet der Klebrige Salbei eine würzig süsse Duftnote. Er eignet sich für Heilungsrituale, da er uns dabei unterstützt tiefe Seelenwunden zu erkennen und zu heilen. Darüber hinaus hilft er introvertierten Menschen sozial Kontakte aufzusuchen und neue Wege zu beschreiten, welche das persönliche Wachstum fördern.

 

 

Literaturangaben

Wildes Weiber Wissen / Katharina Waibel

www.kraeuter-kraft.at

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