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Lycopodium Calvatum  Bärlapp

Mit Blitzlicht erhellt dir Bärlapp

deinen Weg zurück in deine natürliche Form.

Der Bärlapp ist eine radiumhaltige Heilpflanze und durch seine weitausholenden, seilartigen Ranken und den gelben Blütenstaub weisser Kolben leicht von den übrigen Moosarten zu unterscheiden. Er wächst nur in nordseitigen Hochwäldern und Waldrändern ab einer Höhenlage von 600 Metern und steigt hoch bis an die Waldgrenze. Nach Kahlschlägen vergilbt die Pflanze und verschwindet schliesslich gänzlich, da sie unter direkter Sonneneinwirkung ihre Lebenskraft verliert.

 

Bärlapp war schon den Kelten als heilige Pflanze bekannt; davon berichtet der römische Geschichtsschreiber Plinius. Keltische Rituale profitierten vom Bärlapp nicht zuletzt zur Beschwörung des Feuers. Man gab den Sporenstaub in das Feuer; dies verursachte eine Stichflamme. Die Sporen, des Bärlapps sind sehr ölhaltig. Blitzpulver, Hexenmehl, Drudenmehl, Feenstaub oder Engelstaub Bezeichnungen dieses Pulvers. Dieses aufblitzende, gleissend helle Licht wurde in der frühen Fotografie ,und wird nach wie vor in Theater und Feuerspielen, eingesetzt.

Während des Mittelalters nannte man Bärlapp auch Hexenmehl oder Blitzpulver, weil die Pflanze als Mittel gegen Unheil eingesetzt wurde. Bärlapp galt als mächtige Schutzpflanze gegen bösen Zauber. Er wurde früher über Türen und Betten gehängt und im Hut getragen, als Kranz geflochten und über dem Bett aufgehängt, um die Schlafenden vor Unholden und bösen Gestalten zu schützen. In ihr neues Kleid eingenäht, bescherte er jungen Mädchen viele Tänzer. Kühe erzielten einen höheren Marktpreis, wenn in ihre Schwänze Bärlapp geflochten wurde.

 

Bärlapp war für die keltischen Druiden ein heiliges Kraut und musste Barfuss und weissgekleidet, nachts bei Neumond geerntet werden. Der deutsche Name bezieht sich auf die ganze Gestalt und die nadelförmigen Blätter. Das althochdeutsche Wort «Lappo» bedeutete «flache Hand». Die Stängelspitzen wurden mit einer Bärentatze verglichen. Ebenfalls geht der Name auf den Bärenkult der Kelten und Germanen zurück. Besondere Pflanzen mit einer ausgeprägten Heilkraft waren dem Bären gewidmet. Ähnlich wie bei den Ureinwohnern Nordamerikas, galt auch bei den Kelten der Bär als das Tier, das den Menschen das Wissen über die Pflanzenheilkunde überbrachte.

 

Beim Räuchern entfaltet das Bärlappkraut einen grasähnlichen, krautigen und waldigen Duft. Dem Rauch werden wahrnehmungsverändernde Wirkungen nachgesagt, ausserdem soll er schützende und reinigende Effekte auf den Menschen haben. Bärlapp passt sehr gut zu den Raunächten.

 

Bärlapp kann als Puder gegen Wundliegen angewendet werden. Die Pflanze besitzt harntreibende und temperatursenkende Wirkungen. In der Homöopathie findet Bärlapp Verwendung bei Krankheiten der Atemwege, der Geschlechtsorgane, des Harntraktes und des Verdauungstraktes. Auch bei chronischer Stuhlverstopfung und den häufig dazu parallel auftretenden vergrösserten Hämorrhoiden, ist Bärlapptee wärmstens zu empfehlen, da ihm auch eine abführende Wirkung nachgesagt wird. Personen jedoch, die an Durchfall leiden, sollten Bärlapp mit Bedacht einsetzen. Seine Sporen können zu Darmkrämpfen führen. Ausserdem darf das Bärlappkraut niemals gekocht, sondern nur mit kochendem Wasser überbrüht werden. Da sich dadurch die giftigen Stoffe aus dem Moos lösen. In seien Sporen ist eine geringe Menge Gift enthalten, das sogenannte Lycopodin. Im Kraut selbst ist er stärker vertreten. Seine starke Giftwirkung soll dem indianischen Curare gleichkommen - ein als muskelrelaxierendes Pfeilgift für die Jagd. Darum Trinke nicht mehr als eine Tasse Bärlapptee täglich, am besten morgens auf nüchternen Magen.

 

Maria von Treben, eine kräuterkundige Heilerin, berichtet, dass es einem Mann mit Leberzirrhose im Endstadium, der aus dem Krankenhaus zum Sterben nach Hause entlassen wurde, bereits nach einer einzigen Tasse Bärlapptee viel besser ging.

Da Bärlapp eine harntreibende Wirkung hat wird er auch bei, Gicht- und Rheumakranken angewendet, auch dann, wenn sich bereits Veränderungen der Gelenksformen zeigen.

 

Verkrampft, verbogen, unnatürlich verformt?

Wer hat dich so verbogen?

 

Weiter empfiehlt Maria Treben den Bärlapp bei Wadenkrämpfen aufzulegen. Seine Krampflösende Wirkung: Nach Kriegs- und Unfallverletzungen gibt es oft Narben, die Krämpfe auslösen. Ein Kriegsversehrter hatte am Rücken eine Narbe, in die man die Hand hineinlegen konnte. Diese Narbe verursachte immer wieder schmerzhafte Krämpfe, die Schweissausbrüche am ganzen Körper zur Folge hatten. Die Schmerzen zogen sich bis über die Kopfhaut. Nach 30-jährigem Martyrium konnte ich diesen Mann durch Bärlappkissen und -bäder von seien Qualen befreien

 

Gesundheit aus der Apotheke Gottes – Maria Treben

raeucherwelt.ch

Urpflanzen / Renato Strassmann

Grosses Kräuter- und Gewürzbuch / Heinz Görz

Wildes Weiber Wissen / Katharina Waibel

Die Heilkunst der Kelten / Claus Krämer

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